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Segeln unter falscher Flagge
Unter der Domain microsoft-germany.de, um ein Beispiel zu nennen, fand man bis vor kurzem keine Informationen zu Microsoft oder deren Produkten, sondern Seiten mit Werbe-Links. Deren Betreiber schmücken sich mit fremden Federn, um mit jedem Klick auf einen dieser Links Geld zu verdienen.
Betrug und Industriespionage
Kunden der Volks- und Raiffeisenbanken erhielten mehrfach die Aufforderung, ihre Online-Banking-Daten auf der Web Site „volksbank.de“ zu „aktualisieren“. Betreiber dieser Domain war jedoch nicht die Volksbank, sondern ein „Phishing-Betrüger“, der auf diese Weise nach Zugangsdaten und Passwörtern „angelt“, um fremde Konten zu plündern.
Andere melden möglichst viele Domains an, die ihrem Zielunternehmen ähneln, um E-Mail-Irrläufer mit vertraulichem Inhalt abzufangen. So werden Mails an „Vorstand@Simens.de“ nicht als unzustellbar zurückgesandt, sondern landen auf dem Desktop unbefugter Dritter.
Lücken im System
Die Trittbrettfahrer nutzen eine Lücke bei der Vergabe der Domains im Internet, also der „virtuellen Ladenschilder“, unter denen Produkte und Leistungen angeboten werden. Die zuständige Vergabestelle prüft nämlich lediglich, ob Domain-Namen wie „mercedes-shop.de“ oder „microsoft-germany.de“ noch verfügbar sind.
Geprüft wird weder, ob einzelne Elemente solcher Domain-Namen als Wortmarken geschützt sind, noch ob die Eigentümer dieser Marken von dem Internet-Auftritt wissen oder ihn genehmigt haben.
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